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Romfahrt 2026

Alle Wege führen nach Rom. Auch mit dem Bus. Nach nur knapp 24 Stunden krümeliger Busfahrt kamen wir am Montagmittag auf unserem alljährlichen Teilzeitschulhof namens Fabulous Village vor den Toren Roms an. Bungalows belegt, den Pool erkundet, das Nötigste im Supermercado besorgt – und zur Feier des Tages “Nudeln mit Pasta” [sic!] gekocht.

Am Dienstagmorgen quetschten wir uns wie Sardinen zum ersten Mal in die volle Metro, um von der Piazza del Popolo aus per Rallye die Altstadt zu erkunden. Touristenmassen, Einlassbeschränkungen und ambitionierte Rallye-Autoren machten aus der herbeigesehnten Freizeit durchaus eine entbehrungsreiche Erfahrung, aber schließlich konnten alle gewünschten oder unerwarteten Vorhaben erledigt und geteilt werden [18€ für ein Eis an der Spanischen Treppe gezahlt, Caesars Tod nachgespielt, ins Pantheon geschlichen und und und…]. Mit platten Füßen, leeren Portmonnaies und stauenden Stadtbussen ging es zurück ins pinienbedeckte Village. Gebadet, Nudeln gekocht, gehofft, dass die Lehrer*innen einschlafen…

Seit beinahe antiken Zeiten ist der Mittwoch der “Antikentag”, zumindest wenn das Wilhelm-Gymnasium Rom besucht. Los ging dieses Erlebnis auf dem forum in halbierten Klassen mit reichlich Referatswissen dabei, vom Titusbogen an der Maxentiusbasilika und jeder Menge mehr oder weniger sichtbarer Tempel vorbei, hinunter zur curia und wieder auf der via sacra zurück. Der Rest erkundete ganz anachronistisch und doch zeitgemäß per App den Palatin. Und auch das altehrwürdige colosseum wurde mit müden Beinen und sonnenverbrannten Nacken noch erklommen, bevor sich die Gruppe für den Spätnachmittag und einen kurzen Regenschauer über Rom verteilte. Heimgekehrt, über verspätete Lehrer*innen hergezogen und ab zur ersten gemeinsamen cena im Campinplatzrestaurant samt primo [“Ich hab noch Hunger!”] und secondo piatto.

Um nicht zwei Stunden in der sengenden Hitze des Vatikans anstehen zu müssen, frühstückten wir besonders früh und rasch, um dann zwei Stunden in der sengenden Hitze des Vatikans anzustehen. Doch auch diese Prüfung überstanden wir leicht angebräunt und im Getummel des hektischen Zwergstaatspublikums schaffte es eine nicht geringe Menge Wilhelm-Gymnasiast*innen, sich über 551 breite, schmale, enge Stufen auf die cupola hinaufzuschrauben.

Die völlig ausgezehrten Heranwachsenden wussten sich aber auf einer Bildungs- statt Erholungsreise und traten so am Nachmittag das Wahlprogramm an. Ein Teil erkundete Mussolinis Versuche, die Antike mit faschistischer Architektur zu kopieren. Ein anderer Teil durchstreifte die Kapitolinischen Museen auf der Suche nach der lupa und einem Dornenauszieher. Und ein dritter Teil stieg in die Kälte unterirdischer Grabkammern hinab. Vielleicht war es das umfangreiche Programm, vielleicht die einbehaltenen Handys, vielleicht die Sonnenuntergangsstimmung des letzten Abends – der zweite gemeinsame Restaurantbesuch war doch deutlich harmonischer. Anschließend Sachen gepackt, Burger gebraten [!] und geärgert, dass die Lehrer*innen nie schlafen.

Anschließend 24 Stunden Alpenüberquerung (ohne Elefanten), Quizduell und Raststättenplünderungen.

Auch 2026 war die Romreise wieder einmal eine gelungene und bereichernde Erfahrung für alle Mitreisenden!

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