Sprachen

Latein

Latein ab Klasse 5

Für den hohen Stellenwert des Faches Latein an unserer Schule und für das Erlernen der lateinischen Sprache im Allgemeinen lassen sich mehrere Gründe nennen. Latein ist nicht nur eine sehr schöne Sprache, sondern auch ein wichtiges allgemeinbildendes Unterrichtsfach. Es ist ein bedeutender Bestandteil der europäischen Kultur. Man findet seine Spuren überall in Geschichte, Literatur und Kunst. Im Lateinunterricht erhalten die Schüler den Schlüssel zu einem vertieften Verständnis unserer Kultur.

Am Wilhelm-Gymnasium lernen alle Schüler der Beobachtungs- und Mittelstufe bis zur 10. Klasse Latein. Bereits jeder Fünftklässler erhält neben vier Stunden Englischunterricht auch vier Stunden Lateinunterricht.

Die Zahl der unterrichteten wöchentlichen Lateinstunden variiert je nach Jahrgangsstufe:

  • Klasse 5: 4 Wochenstunden
  • Klasse 6 : 4 Wochenstunden
  • Klasse 7: 5 Wochenstunden
  • Klassen 8 bis 10: 3 Wochenstunden

Bei ausreichenden Leistungen haben die Schüler die Möglichkeit, nach der 9. Klasse das Latinum und nach der 10. Klasse das Große Latinum zu erwerben. Auch in der Oberstufe kann man Latein lernen, beispielsweise im Rahmen eines Oberstufenprofils.

In den ersten Jahren am Wilhelm-Gymnasium haben unsere Schüler besonders Freude daran, das römische Alltagsleben, antike Götter und Mythen sowie historische Ereignisse und Persönlichkeiten kennenzulernen, die unser Lehrbuch „Cursus“ spannend präsentiert. Ab der 8. Klasse lesen die Schüler echte lateinische Texte aus verschiedenen Jahrhunderten – von den Abenteuern des Jonathas über Phaedrus´ Fabeln bis zu den Reden Ciceros. Die Schüler übersetzen gemeinsam, interpretieren (auch kreativ z.B. durch szenische Umsetzung oder das selbständige Schreiben von Texten) und erweitern ihre Vokabel- und Grammatikkenntnisse in Übungen und Spielen (z.B. Vokabelfußball). Selbstverständlich gehört auch das Aufsuchen außerschulischer Lernorte wie Museen und Theater zu einem vielseitigen altsprachlichen Unterricht.

Latein ist im positiven Sinne ein anspruchsvolles Unterrichtsfach. Die Schüler müssen lernen, beim Lesen von Texten genau hinzusehen. Dieses Üben von Genauigkeit und Konzentration ist eine Herausforderung und führt zum Erwerb wichtiger Kompetenzen für Schule und späteres (Berufs-) Leben.

Im Unterricht wird Latein meistens nicht gesprochen. Doch bei der Suche nach der passenden Übersetzung benutzen die Schüler viele grammatikalische Fachbegriffe und schulen ihr Sprachvermögen. In keinem anderen Fach lernen die Kinder besser, sich in der deutschen Sprache auszudrücken, als in Latein.

Latein ist auch eine große Hilfe, moderne Fremdsprachen zu lernen; denn es ist nicht nur die Grundlage der romanischen Sprachen wie Italienisch, Spanisch und Französisch. Auch im Englischen und in anderen Sprachen haben viele Wörter einen lateinischen Ursprung. Latein bietet schließlich auch ein gutes Fundament, um in der 8. Klasse am Wilhelm-Gymnasium – neben Französisch – Altgriechisch zu erlernen.

Einen guten Einstieg in das Fach bietet auch die Broschüre „Latein lernen“ im Downloadbereich unter diesem Text.

Englisch

Englisch am Wilhelm-Gymnasium

Englisch ist nicht nur die Sprache verschiedener englischsprachiger Nationen (allen voran Großbritanniens und der USA), sondern auch eine Weltsprache. Unser Englisch-Unterricht vermittelt also nicht nur kommunikative Kompetenzen (Sprechen, Hören, Lesen, Schreiben), sondern leistet auch einen Beitrag zur interkulturellen Bildung.

Wie wird der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium gestaltet?

Wir arbeiten mit dem Lehrwerk Green Line (Klett Verlag) und dem dazugehörigen workbook. In der Anfangsphase der fünften Klasse ebnen wir den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium, indem wir Methoden des vornehmlich mündlich gestalteten Grundschul-Englisch aufgreifen (z.B. Singen, Sprachspiele) und diese stetig um schriftliche Aufgabentypen ergänzen. Anhand von Alltagssituationen, die der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler entsprechen (neu an der Schule, Geburtstage, Freizeit), vermitteln wir ihnen zunehmend Sicherheit im Umgang mit dem Englischen. Von Anfang an halten wir sie dazu an, ihren Lernfortschritt mithilfe eines Portfolios zu evaluieren und zu dokumentieren.

Was geschieht zusätzlich zur Lehrbucharbeit?

Bereits ab Klasse 6 setzen wir lehrwerkunabhängige Lektüren wie z. B. Wallace and Gromit – The Wrong Trousers ein, die in Projekte wie photo stories oder kurze Trickfilme mit selbst erstellten Knetfiguren analog dem Original münden. Im Laufe der Sekundarstufe I werden die Ganzschriften immer umfangreicher. Der Einsatz von Medien wie Film und Internet wird zunehmend analytischer, so dass die Schülerinnen und Schüler gut auf die Profiloberstufe vorbereitet sind. Mithilfe der interaktiven Whiteboards, die in jedem Unterrichtsraum vorhanden sind, können wir audiovisuelle Medien jederzeit einsetzen, um z.B. das Hörverstehen zu schulen, Filmsequenzen zu zeigen und im Internet zu recherchieren.

Drei Kollegen der Fachschaft Englisch sind auf Landesebene als Juroren des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen tätig. Somit ist es uns sehr wichtig, unsere Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen, ihre Englischkenntnisse im Rahmen dieses Wettbewerbs unter Beweis zu stellen, sei es im Einzel- oder Gruppenwettbewerb. Die Liste der erfolgreichen Teilnehmer wird immer länger.

Welche englischsprachige Partnerschule gibt es?

Schülerinnen und Schülern der neunten Klasse bieten wir die Möglichkeit, ihre erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in einem Austausch mit unserer Partnerschule in Chicago zu erproben.

Englisch als zweite Fremdsprache – reicht das aus?

Auch wenn Englisch am Wilhelm-Gymnasium nominell nur die zweite Fremdsprache ist, ist es dennoch die erste, aus der Grundschule weitergeführte Fremdsprache. Die Englischkenntnisse unserer Schülerinnen und Schüler in der zehnten Klasse stehen hinter anderen Schulen nicht zurück. Bereits in der 8. Klasse verfügen die meisten Schülerinnen und Schüler über Kenntnisse, die einer 1. Fremdsprache entsprechen, wie die Vergleichsarbeiten (Jg. 8) früherer Jahre belegen, bei denen unsere Schülerinnen und Schüler oft im oberen Drittel abschnitten. Sie sind also gut vorbereitet auf die Oberstufe, in der sie die Möglichkeit haben, Englisch auf grundlegendem und erhöhtem Niveau zu wählen.

Griechisch

In der 8. Klasse wählen unsere Schüler Französisch oder Altgriechisch als dritte Fremdsprache. Altgriechisch hat im Fremdsprachenunterricht unserer Schule einen festen Platz und ist seit vielen Jahren für die Schüler attraktiv. Nach vier Jahren Griechischunterricht erhalten sie – bei mindestens ausreichenden Leistungen am Ende von Klasse 11 – das Graecum als Sprachnachweis und können die Texte von bedeutenden Autoren wie Herodot, Platon oder Homer lesen.

Für das Erlernen der griechischen Sprache lassen sich wichtige Gründe angeben. Die alten Sprachen und damit auch das Griechische leisten im Zusammenspiel mit den übrigen Fächern einen wichtigen Beitrag zu einer umfassenden und vertieften Bildung. Überall in unserem sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Umfeld finden wir Strukturen, die sich aus dem griechischen Denken entwickelt haben.

Griechenland ist die Wiege der Demokratie. Die griechische Philosophie artikuliert Fragestellungen und bietet Antworten, die auch heute noch von Relevanz sind. Griechische Sagen und Mythen haben die Phantasie der Menschen bis in unsere Tage inspiriert. Literatur und Musik haben mythologische Erzählungen und Bilder (etwa von Apollo, Orpheus, Antigone, Odysseus, Ödipus) aufgenommen, variiert und weitererzählt. Griechisch bereichert jeden, der sich für Sprache, Literatur, Kunst, Geschichte, Archäologie, Politik, Philosophie, Religion, Naturwissenschaften und Jura interessiert.

Obwohl Griechisch eine alte Sprache ist, ist der Unterricht mit unserem Lehrwerk Kairos neu dennoch modern. So treten etwa neben Phasen des gemeinsamen Arbeitens – etwa bei der Erarbeitung und Interpretation von Texten – auch Phasen der Partner- oder Gruppenarbeit oder der kreativen Auseinandersetzung mit antiken Texten, Geschichten und Personen (z. B. durch szenisches Spiel oder die Komposition eigener Texte und Lieder). Motivation, Schülerorientierung, entdeckendes Lernen und Kreativität stehen im Vordergrund. Weil Griechisch keine einfache Sprache ist und einige grammatische Besonderheiten bietet, wird ab und an auch auf Exemplarisches reduziert. Doch diese Besonderheiten bieten zugleich einen völlig neuen Blick auf Sprache.

Man sollte es als Chance begreifen, Griechisch während der Schulzeit auf einem humanistischen Gymnasium lernen zu können. Wichtige moderne Fremdsprachen kann man auch später noch lernen, während Griechisch ein seltenes, aber wertvolles Angebot ist.

 

Downloads zu diesem Thema

Französisch

Warum bietet das Wilhelm-Gymnasium gerade Französisch?

Viele unserer europäischen Nachbarn sprechen französisch, in wenigen Zugstunden sind wir dort, wo französisch gesprochen wird, eine halbe Million Deutsche arbeiten für französische Unternehmen und 2500 deutsche Unternehmen haben ihren Sitz in Frankreich, das heißt

  • Französisch öffnet viele Türen in Europa.
    270 Millionen Menschen sprechen französisch. Von Québec bis tief in den Süden der Sahara verständigt man sich auf Französisch.
  • Französisch öffnet auch weltweit viele Türen.
    Die französische Sprache gehört mit der deutschen ins Zentrum von Europa, die deutsch-französischen Beziehungen tragen maßgeblich zum Erhalt des Friedens und zum Bewusstsein der europäischen Identität bei.
  • Französisch eröffnet uns die Geschichte unserer eigenen Kultur.

Französisch erst ab Klasse 8 – ist das nicht zu spät?

Am Wilhelm-Gymnasium geht es in der 5. Klasse mit Latein los und mit Englisch weiter.

Drei Jahre später wählt man eine dritte Sprache: Griechisch oder Französisch. Die 3. Fremdsprache wird intensiv drei Jahre lang 4 Stunden pro Woche gelernt. Sehr hilfreich sind dabei die bereits erworbenen Latein-und Englischkenntnisse und die erprobten Arbeitstechniken.

Drei Fremdsprachen – ist das nicht zu viel?

Das ist mehr, als an anderen Schulen gelernt wird. Aber da so viele Schüler sich dafür entscheiden, ist Französisch ein wichtiges Fach und nicht nur eine kleine AG. Es wird in meist drei parallelen Lerngruppen gearbeitet – weitgehend einsprachig, mit modernen Methoden und intensiver Nutzung der Whiteboards und des Internets. In der 10. Klasse kann man sich dann seine Französisch-Kenntnisse mit einem DELF-Diplom bescheinigen lassen. Auch in der Oberstufe können unsere Schüler weiter Französisch machen.

Wie geht es in der Oberstufe weiter?

In der Oberstufe gibt es die Möglichkeit, Französisch auf grundlegendem Niveau weiterzuführen. Aber es gibt auch das Y – Sprachprofil Französisch / Latein, das in Kombination mit Philosophie und Geschichte angeboten wird. Dieser Französisch- Profilkurs findet 6-stündig statt. Anhand von Literatur und aktuellen Sachtexten werden den Schülern altersgemäße Fragestellungen nahe gebracht und sprachliche Kompetenzen geschult. Gezielt werden auch die Grammatikkenntnisse vertieft, um die Fähigkeiten im Schriftlichen zu verbessern.

À la carte außerdem:

  • Profilreise nach Frankreich
  • Blog „Les Hamburger bretons“ im Austausch mit Schülerinnen und Schülern des Lycée Descartes in Rennes
  • Vorbereitung und Teilnahme an den DELF-Prüfungen
  • Besuch des Festivals Cinéfête
  • Auseinandersetzung mit französischer Jugendliteratur im Rahmen des Prix des Lycéens.
  • DELF-Prüfungen bis zum Niveau B2

Spielt sich Französisch nur im Klassenzimmer ab?

Nein, wir gehen außer Haus : zur Cinéfête, zur Journée de la Francophonie, ins Institut Français. Wir initiieren Aufenthalte in Frankreich im Rahmen des Voltaire- oder des Brigitte Sauzay-Programms und sind beim Austausch Hamburg – Marseille dabei. Und wir holen Frankreich ins Haus: am Tag der deutsch-französischen Freundschaft im Januar und zur Berufsberatung.

Welche Ziele hat der Französischunterricht?

Unser Unterricht ist kompetenzorientiert und zielt in erster Linie auf Sprechfähigkeit und Hörverstehen, wie auch auf Leseverstehen und Schreibfähigkeit.

Wie entscheide ich mich richtig?

Vor der Entscheidung für Griechisch oder Französisch finden ein Informationsabend, Probeunterricht und Beratung durch ‚erfahrene‘ Schüler und Lehrer statt. Vor den DELF-Prüfungen werden die Kandidaten von einem muttersprachlichen Coach für die Prüfung fit gemacht. Für Einzelberatung stehen die Französischlehrerinnen und die Fachleitung zur Verfügung.

Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns über das Sekretariat auf.

Downloads zu diesem Thema