Humanistisches Gymnasium

Am Wilhelm-Gymnasium orientieren wir uns an den Werten und Zielen humanistischer Bildung.

Club of Rome - Schule

Das Wilhelm-Gymnasium ist eine von deutschlandweit achtzehn zertifizierten Club of Rome-Schulen.

Musikklassen

Das Wilhelm-Gymnasium
gehört zu den Schulen
mit einem besonderen
musikalischen Profil.
Wie begegnen wir den Gefahren von SchülerVZ, Facebook & Co.?
Geschrieben von: Thomas Iser   
Freitag, 03. Dezember 2010

KaphAmAbend1012Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Kaph am Abend“ trafen sich Eltern und Lehrer des Wilhelm-Gymnasiums, um sich über die Faszination und Herausforderungen von Sozialen Netzwerken auszutauschen. Marion Gehrke, Eltern-Medien-Lotsin von TIDE-Net Hamburg, führte in das Thema ein und moderierte den Abend, der vor allem im Zeichen des gegenseitigen Erfahrungsaustausches stand.

Zahlen belegen die immens zunehmende Bedeutung von Facebook, SchülerVZ & Co. für Jugendliche bereits ab sehr jungem Alter. In den etwas älteren Peergroups scheint man sogar schnell zum Außenseiter werden zu können, wenn man nicht „drin“ ist. Der Reiz der sozialen Netzwerke ist deshalb so groß, weil sie hervorragend das fördern, was in der Pubertät im Vordergrund steht: den Austausch mit Freunden, das Sich-Präsentieren und Inszenieren, das Zugehören zu einer möglichst besonderen Gruppe und dies alles bislang zumeist unter Ausschluss der Erwachsenen. Der Vergleich mit medialen Reizen früherer Zeiten, die wir Erwachsenen selbst erlebt haben, passt nur an wenigen Stellen, da wir es hier aufgrund des größeren sozialen Gruppendrucks mit einem im Kern neuen Phänomen zu tun haben.

Dies wirft fundamentale Fragen für die heutige Erziehung auf. Elternhaus und Schule wollen hierbei möglichst gut begleiten und vorbereiten, wenngleich in der Diskussion deutlich wurde, dass es keine Patentrezepte gibt. Verbote helfen angesichts des immensen Reizes wenig, Vereinbarungen über geregelten Medienkonsum können helfen, entscheidend scheint jedoch, dass die Erwachsenen den vertrauensvollen Kontakt zu den Kindern nicht verlieren und bis zu einem gewissen Grad auch die Lust am online sein akzeptieren. Pädagogen und Eltern sollten sich deshalb einlassen auf diese Welt und sie zumindest kennen, um ihre Kinder darin begleiten und ihnen Hilfe in gefährlichen Situationen bieten zu können. SchülerVZ bietet hierzu beispielsweise auch Informationen für Eltern und Lehrer an. Auch der Schule kommt die Aufgabe von Prävention gerade im Bereich Datenschutz und ethisch vertretbarem Verhalten im Netz zu. Hier gibt es großen Aufklärungsbedarf bei den Jugendlichen. Auf unserer Homepage finden sie einen Link zum Thema.

Nicht zuletzt ist das Thema Cybermobbing eine große Herausforderung für Heranwachsende und damit auch für Eltern und Schule. Im Gespräch wurde deutlich, dass hier den Opfern und Tätern nur durch gemeinsames Handeln aller Beteiligten – sprich Schülern, Eltern, Lehrern und ggf. auch der Polizei – geholfen werden kann. Der prämierte britische Film „Let’s fight it together“ bringt diese Erkenntnis anschaulich und bewegend auf den Punkt. Weitere Informationen und Broschüren zum Thema findet man bei gemeinnützigen Organisationen wie Klicksafe oder Digizen.

In einer weiteren Veranstaltung dieser Reihe referiert am Di., 22.03.2011 um 1930 Uhr Prof. Dr. med. Michael Schulte-Markwort zum Thema „Kindheit im digitalen Zeitalter“.

Wir würden uns freuen, wenn sich wieder so viele Interessierte zum Kaph am Abend treffen und miteinander ins Gespräch kommen würden.